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Herzinfarkt ja oder nein ?
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gesund werden
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 17.12.09, 06:20    Titel: Herzinfarkt ja oder nein ? Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

ich kann nicht schlafen , mein Kopf kommt nicht zur Ruhe.

Ich hätte gerne ein paar Fragen beantwortet , da mir keiner etwas sagt.

Am 15.12.09 sind mein Mann ( 52 Jahre ) und ich ganz normal zur Arbeit gefahren
( wir arbeiten in 3 Schichten , wenns sein muss müssen wir auch Samstag gehen ).

Alles war soweit normal wie immer , zum Vormittag hin sagte mir mein Mann es wird immer schlimmer , der linke und der rechte untere Rippenbogen tat Ihm sehr weh,der Druck hinter dem Brustbein wurde immer mehr es krampfte sich alles zusammen
( seine Beschreibung ) und zog sich bis zum Hals hoch.Mein Mann ist ein ruhiger Mensch , aber Er war dann so aufgebracht - so kannte ich Ihn nicht.
ich hatte schon einen Verdacht denn eine Woche zuvor erzählte Er mir es ging Ihm in der Nacht schon mal so. Aber wie Männer sind es ist nichts u.s.w.Da Er so und so schon auf 180 war , sagte ich nichts weiter behielt Ihn aber im Auge.

Es war Feierabend wir sind nach Hause , ich machte Abendbrot - an die genaue Zeit kann ich mich nicht erinnern ca. 17.00 Uhr , sagte mein Mann jetzt gehts nicht mehr , Er schob sein Essen weg und drückte sich auf den Brustkorb. Die gleichen Symptome wie auf Arbeit nur noch viel schlimmer - Krampf hinterm Brustbein wieder bis hoch in den Hals und der rechte Arm taten Ihm furchtbar weh.
Diesmal reichte es mir , ich fragte zwar provisorisch soll ich unseren Hausarzt anrufen , da tat ich das aber schon.Ich schilderte Ihm kurz die Lage und Er ich mache das sofort , in der Zwischenzeit war ich nur Roboter, mein Mann wollte die Beine hoch haben , da hab ich Ihm gesagt nein , Beine runter , gerade Oberkörper hoch und redete mit Ihm
und ich glaube in kaum 10 Minuten war der Notarzt da. Den Ablauf kennen Sie ja. EKG u.s.w. keiner sagt mir was.Das einzigste was man von mir wollte war gleich und sofort die Chipkarte , Fragen wurde gestellt , die ich so gut wie ich konnte beantwortete.

Sie sahen sich dann das EKG - Papier an und er Zweite zeigte auf was und war sich unsicher.Sie haben Ihn dann mitgenommen.Ich hatte Glück bekamm doch ein wenig mit weil man mich ließ, Bludruck zu hoch 180 zu ? , Sauerstoffsättigung 99 % , Zugang gelegt , Ivusion ran , Blut abgenommen,was gegen den zu hohen Blutdruck gegeben.
Dann haben Sie Ihn einfach mitgenommen.Ach ja , bevor Sie ganz gingen , fragte ich den Arzt was heißt das denn nun ? Er sagte die linke Herzkammer ? ist wahrscheinlich vergrößert.Damit stand ich nun da. Habe dazu im Internet gesucht und nicht gerade viel schönes gelesen.

Gestern war ich dann bei Ihm , fragte wie es Ihm geht , Er sagte soweit ganz gut , ein wenig Schmerzen hat Er noch , Sie haben wieder Blut genommen , haben Ihm Blutdrucktabletten gegeben. Aus dem Labor war noch nichts da , also keine neuen Erkenntnisse.Den Arzt konnte ich auch nicht sprechen , Schwestern wir ich weiß dürfen nichts sagen und so stand ich wieder ur da :O(.

Als ich gestern Abend dann nochmal anrief , habe ich Ihn wohl wach gemacht und sagte Deine Stimme klingt so komisch und Er sagte mir , ich habe wieder Kopfschmerzen. Ich sagte Ihm sage das doch bitte der Schwester, Er erklärte mir habe ich , ich und ? Sie sagte nichts weiter meinte Er. ich muss dazu sagen Kopfschmerzen hatte Er öfter.

Sie wollen noch ein Belastungs EKG machen und Ultraschall, ach ja geröngt wurde Er auch.

Ich bin so neben mir, ich weiß nichts , war das nun ein Infakt , ein Schlaganfall oder kam das vom hohen Blutdruck ? Ich habe so große Angst , dass wenn Er nach Hause kommt das Gleiche wieder passiert und ich icht weiß was ich machen soll.

Ich muss noch was erwähnen, mein Mann hat von Säugling an einen Hüftschaden, ein Bein ist kürzer, mit der Zeit ist seine Haltung im Schulter - Arm Bereich immer schlechter geworden. Kann dieser Anfall auch davon sein ?

Ich weiß einfach nicht mehr in welche Richtung ich noh denken soll.Ich habe so Angst , was kannich tun wenn Er nach Hause kommt ? Was muss Er machen , umstellen oder, oder ? Mit mir ist egal , aber ich möcht für Ihn doch nur das es Ihm gut geht.

Es ist lang geworden, aber ich mußte mal alles runterschreiben :O(.

freundl.Grüße Sabine
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 17.12.09, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bis es nochmal.
Habe eben mit meinem Mann telefoniert, Er erzählte mir das als Sie zum Blutdruck messen kamen der Druck 120 zu ...war. Also gut.
Trotzallem klagt Er wieder über die selben Schmerzen wie wo Er eingeliefert wurde.Brustkorb , Hals und in den Arm. Er sagt aber auch nichts , denn Er möchte nach Hause, Er hat versprochen seinem Vater die Gans zu bringen.Ich habe iHm gesagt , dass geht doch nicht , wenn Dir unterwegs was passiert. Er sagte mir , erst im März ist meine Mutter gegangen und dann soll Er ganz alleine , nö das geht nicht.

Was soll ich denn bloß machen Weinen ???
Ich habe versucht einen Arzt ans Telefon zu bekommen , aber leider war eben gerade Visite und man sagte mir ich solle um 12.30 Uhr anrufen.

Bitte ich brauche Hilfe !

Gruss Sabine
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 17.12.09, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hoffe, dass Sie mittlerweile einige Informationen vom Arzt bekommen konnten. Die Unsicherheit und Angst um den Partner ist vollkommen nachvollziehbar, Informationsdefizite sind dann umso schlimmer. Fragen Sie nach, vereinbaren Sie notfalls einen verbindlichen Termin.

Allerdings braucht es zur sicheren Abklärung immer einige Zeit, zumal hier offensichtlich auch (zusätzlich oder ursächlich) orthopädische Probleme vorliegen können. Und in der Klinik sind die diagnostischen Möglichkeiten in aller Regel optimal. Solange kein klarer Befund steht, ist Ihr Mann in der Klinik sicherer aufgehoben als zuhause.

Die Weihnachtsgans kann sicherlich warten, sein Vater wird Verständnis dafür haben.

Alles Gute!
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Grüßle,
zackbohne
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 19.12.09, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erst einmal vielen ank für Ihre Antwort.

Ja , ich habe jetzt einen Befund und möchte ihn gern reinstellen und Bitte darum es mir genau zu erklären.

Diagnose:

Agina Pectoris Syndrom bei koronarer Herzkrankheit
Arterieller Hypertonie ,....... wie ich verstanden = Bluthochdruck

Verlauf:

Troponin T negativ , EKG. SR,keine infarkttypischen Veränderungen --> Patient klagte weiter über Thoraxbeschwerden --> Troponin T weiterhin negativ im EKG zeigte sich eine T - Negativierung in II , III und V 6 --> Ergometrie unauffällig.
--> wir empfehlen die ambulante Vorstellung des Patienten zu elektiven Koronarangiographie.

Medikation:

Dort stehen Namen von den Mitteln , ich weiß nicht ob ich sie so reinsetzen darf ???

Es wurden auch noch andere Dinge untersucht. Niere - alles i.O.. , Prostata - i.O. , HWS - es gibt dort Abnutzungen..., Zucker war auch i.O.

Ach ja , was komisch war gestern Abned war sein Blutdruck viel zu niedrig ?

Ich bedanke mich schon im voraus für die Erklärungen .

Vielen Dank
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 20.12.09, 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Koronare Herzkrankheit (KHK) = Erkrankung des Herzens, bei der der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels nicht mehr vollständig gedeckt wird. Ursache i.d.R. Arteriosklerose der Herzkranzgefäße.
Arterielle Hypertonie = Bluthochdruck (im arteriellen System)
Angina pectoris (Brustenge) = Symptom der KHK
Troponin T = "Herzinfarktmarker". Wird beim Herzinfarkt im Blut freigesetzt.
SR = Sinusrhythmus (normaler Herzrhythmus), Ergometrie = EKG- und Blutdruckmessung unter Belastung

Anzeichen für einen akuten Herzinfarkt wurden offenbar nicht gefunden, eine T-Negativierung in bestimmten Ableitungen des EKG kann jedoch auf Durchblutungsstörungen (Ischämie) am Herzmuskel hinweisen. Daher u.a. auch die weitere Abklärung durch Koronarangiografie (Darstellung der Herzkranzgefäße mit Röntgen u. Linksherzkatheter). Damit wird eine bessere Abschätzung des bestehenden Risikos möglich.

Die Medikamente dürfen Sie nennen, allerdings nur die Wirkstoffnamen. HWS-Abnutzung hat fast jeder. Blutdruck ist immer eine Momentaufnahme, vielleicht wirkt ja auch noch eine stationäre Medikamnentenumstellung nach. Eine ordentliche Blutdruckeinstellung und der richtige "Medikamentenmix" sind übrigens die wichtigsten Schritte zur Komplikationsvermeidung bei KHK.
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Grüßle,
zackbohne
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 20.12.09, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

oh so spät noch unterwegs - Danke für die Erklärung .

Es ist so gut erklärt das auch ich das verstehe.

Mein Mann sagte mir , was der Arzt Ihm noch sagte die Bandscheiben am den Halswirbeln
( ich hoffe das ist richtig ) sind stark abgenutzt - Er hat auch öfter dort am Hals lang hoch starke Kopfschmerzen.

Auf alle Fälle werde ich nun doch versuchen Ihn dazu zu bewegen nochmals zum Orthopäden zu gehen und dagegen etwas zu unternehmen . Ich weiß es wird wohl nicht besser werden ? , aber vielleicht bringt Ihm Sport u.s.w. Linderung.Es hört sich vielleicht blöd an , aber Er ist richtig schief , zieht die eine Schulter richtig hoch.

Zitat:
zumal hier offensichtlich auch (zusätzlich oder ursächlich) orthopädische Probleme vorliegen können.


Eine Frage habe ich noch , was mich wundert - man sagt doch immer ein Bluthochdruckkranker soll anders Essen , versteckte Fette , Salzarm u.s.w. - Er kann im Krankenhaus alles Essen , Schinken - Nudeln , alles was wir auch Essen und auch Kaffe trinken. ??

Ich schreibe jetzt mal die Medikamente und hoffe es ist so richtig , wenn nicht bitte nicht böse sein und ändern.

Ich habe über Google die Wirkstoffe gesucht,hoffe das ist richtig ?
Diese Medikamente bekommt Er im Moment.

Hydrochlorothiazid+Ramipril 2.5

Pentaerythrityltetranitrat 50 mg

Acetylsalicylsäure 100

Clopidogrel 75

Fluvastatin (Na) - 80 mg

Ach ja , noch etwas das Belastungs - EKG hat Er mit 99 % gemacht , nennt man das so .

Eine Bitte , können Sie mir ein gutes Blutdruckmessgerät empfehlen ? Vielleicht dürfen Sie das nicht , aber vielleicht in welche Richtung wir gehen sollten ?

vielen Dank für Ihre Mühe , es hilft wirklich sehr.

Vielen Dank
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 28.12.09, 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Eine Bitte , können Sie mir ein gutes Blutdruckmessgerät empfehlen ? Vielleicht dürfen Sie das nicht , aber vielleicht in welche Richtung wir gehen sollten ?
Eine Marke oder Hersteller darf hier nicht erwähnt werden. Das ist jedoch auch nicht notwendig, da alle im Handel erhältlichen Geräte ihre Grundfunktion recht zuverlässig erfüllen. Unterschiede gibt es in der Bauart (manuelle Geräte, halbautomatische Geräte, automatische Geräte) und in der Messmethode (Oberarmmessung, Handgelenkmessung oder Fingermessung).

Viele Ärzte bleiben trotz modernster Technik bei den manuellen Geräten (Quecksilber-Säulenmesser), da diese i.d.R. den genauesten Wert liefern. Allerdings setzt es solide Bedienungskenntnisse voraus, ist zur Eigenmessung insgesamt eher ungeeignet und scheidet somit für den Laien aus. Die halbautomatischen Geräte erfordern ein manuelles Aufpumpen der Manschette, aus meiner Sicht unpraktisch und ungenau. Die automatischen Geräte nehmen die Messung völlig selbstständig vor.

Tendenziell am genauesten ist die Messung, die dem Herz am nächsten liegt; folglich die Oberarmmessung. Die Handgelenkgeräte sind etwas bequemer in der Handhabung (am eigenen Arm), liefern aber meist ein ungenaueres Ergebnis. Die Fingermessgeräte sind allenfalls für einen groben Überblick geeignet und meines Erachtens überflüssig.

Zusammengefaßt: Ganz gut geeignet sind also vollautomatische Oberarmmessgeräte. Wenn sie noch einen Speicher für mehrere Messungen samt Mittelwertbestimmung haben und die Manschettengröße optimal um den zu messenden Arm passt (leider oft ein Problem) machen Sie nicht viel verkehrt. Wenn Sie noch nicht mit dem Gerät gearbeitet haben ist es vielleicht sinnvoll, sich beim Arzt oder Apotheker eine kurze Einweisung geben zu lassen und dabei auch gleich einen groben Wertevergleich vorzunehmen.
Die Zuverlässigkeit der Messung hängt nämlich nicht nur vom Gerät, sondern vo allem von der Bedienung ab! Die Manschette muss richtig sitzen und in einer bestimmten Höhe (i.d.R. Herzhöhe) gehalten werden.

Zitat:
Eine Frage habe ich noch , was mich wundert - man sagt doch immer ein Bluthochdruckkranker soll anders Essen , versteckte Fette , Salzarm u.s.w. - Er kann im Krankenhaus alles Essen , Schinken - Nudeln , alles was wir auch Essen und auch Kaffe trinken. ??
Für den KHK-Patienten gibt es keine spezielle Diättherapie (lediglich Empfehlungen der DGE - Koronardiät), auf lange Sicht ist die Beachtung einiger ernährungstechnischer Grundregeln aber auf jeden Fall sinnvoll. Wenig große Fleisch-, Wurst- und Käseportionen. Eier, Innereien und andere cholesterinreiche Lebensmittel meiden. Kochsalzverbrauch u. Pökelwaren einschränken. Häufig Fischgerichte. Kaffee wird in seiner Herzschädlichkeit oft überschätzt, dennoch reagieren einige Patienten empfindlich. Wenn er jedoch nicht zu stark (evtl. entkoffeiniert) ist und nicht kannenweise getrunken wird, besteht meist kein großes Risiko.

Zitat:
Mein Mann sagte mir , was der Arzt Ihm noch sagte die Bandscheiben am den Halswirbeln ( ich hoffe das ist richtig ) sind stark abgenutzt - Er hat auch öfter dort am Hals lang hoch starke Kopfschmerzen.
Die KHK ist das größere Problem. Über den Stellenwert der Beteiligung der HWS-Abnutzung an neurologischen oder kardiologischen Symptomen gehen die Meinungen der Ärzte auseinander. Während die Orthopäden und Allgemeinärzte nahezu jedes Symptom einer HWS-Abnutzung zuschreiben, gehen die Neurologen beinahe geschlossen von einer Überbewertung der HWS-Problematik aus. Sie sehen schon; zwei Fachleute, drei Meinungen Winken.
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Grüßle,
zackbohne
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gesund werden
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 12.01.10, 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

komme erst jetzt dazu mich zu melden und möchte mich auch bedanken für die Antwort.
Ich wünsche natürlich auch noch ein gesundes Jahr 2010.

Es hat sich inzwischen so einiges ergeben was mich den Kopf schütteln läßt und ich nicht verstehe.
So nach und nach kommt das verarbeitete von meinem Mann zum Vorschein und ich frage mich nach seinen Erzählungen was da wohl los war oder ist.

Wie Er mir nun erzählte ( das war alles noch im Krankenahus ) haben sich 2 Ärzte auf dieser Liege mit Loch sich sein Herz per Ultraschall angesehen , wobei Sie Ihm sagten da ist alles in Ordnung.

Am Montag war Er wieder beim Hausarzt und schilderte Ihm wie es Ihm nun geht. Er sprach dieses Abgeschlagene , Antriebslose an. Auch das Er das Gefühl habe das Er sich mehr anstrengen muss Luft zu holen.

Der Arzt hörte sich lange Lunge , Bronchien an und sagte Ihm , da ist alles in Ordnung.
Dann hörte Er sein Herz ab auch alles in Ordnung.
Blutdruck wofür Er ja die Medikamente bekommt war 130 / 95.
Er fragte Ihn wofür Er denn dann die ganzen Medis nehmen soll , es kam aber keine richtige Antwort.
Was mir aber und meinem Mann mittlerweilen auffällt , dass Er vermehrt und ganz schön Bäucherchen machen muss.
Er bekam ebenfalls einen Spray für den Notfall ( Glyceroltrinitrat ).

Ach ja am 20.01.10 hat Er einen Termin beim Orthopäden - zwecks seiner Hüfte u. Wirbelsäule.

Nächste Woche dann möchte Er mit mir auf Spätschicht gehen - ich bin gespannt und habe Angst.

So und zum guten Schluss sind wir ratlos ???? Wir wissen nichts.

Grüße Gesund werden
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Piratenbart
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Anmeldungsdatum: 20.03.2008
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 17.01.10, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da ich Ihrem letzten Beitrag keine konkreten Fragen entnehmen konnte, aber sie anscheinend noch einiges an Erklärungsbedarf haben, versuche ich das erlebte nochmal in einen Gesamtzusammenhang zu stellen.

Das was ihr Mann allen Anschein nach erlitten hat ist ein sogenannter Angina Pectoris Anfall, was bedeutet, dass sich die Herzkranzgefäße verengt haben und deshalb der Herzmuskel vermindert durchblutet wird. Hierdurch werden die typischen Symptome die ihr Mann erlitten hat ausgelöst. Im Gegensatz zu einem Herzinfarkt bei dem es zu einem Verschluss eines Herzkranzgefäßes kommt, ist es bei ihrem Mann aber nicht zu einem Herzmuskelschaden gekommen. Dies wird auch durch die Ultraschalluntersuchung gestützt, die keinen Funktionsschaden des Herzens nachweisen konnte.
Die nun noch angestrebte Herzkatheteruntersuchung soll dazu dienen genau zu sehen wie stark die Herzkranzgefäße verengt sind. Eventuell kann man im Rahmen dieser Untersuchung auch eine Aufweitung der Verengungen durchführen.
Insofern hat ihr Mann keine bleibenden Schäden davon getragen. Die Verengungen der Herzkranzgefäße sollten aber weiter beobachtet werden, da sich auf dem Boden dieser Erkrankung im schlimmsten Fall ein Herzinfarkt entwickeln kann.

Die Medikamente die ihr Mann bekommt, sollen dazu dienen zum einen einen erneuten Angina Pectoris Anfall vorzubeugen zum anderen die Veränderungen an den Gefäßen ihres Mannes zu bremsen. Im Einzelnen sind dies:

Hydrochlorothiazid+Ramipril 2.5

Diese Kombination ist zum Senken des Blutdrucks gedacht. Ein gut eingestellter Blutdruck trägt dazu bei die Gefäße vor negativen Veränderungen zu schützen.

Pentaerythrityltetranitrat 50 mg

Dies ist ein Medikament, welches zu einer Aufweitung der Herzkranzgefäße führt. Hiermit kann einem erneuten Anfall vorgebeugt werden.

Acetylsalicylsäure 100
Clopidogrel 75

Mit diesem beiden Medikamenten vermindert man die Blutgerinnung. Dadurch können sich nicht so leicht Gefäßverschlüsse bilden. Dies dient vorallem dazu einem Herzinfarkt vorzubeugen.

Fluvastatin (Na) - 80 mg

Ist ein Cholesterinsenker. Durch einen niedrigen Cholesterinmangel kann man dem Fortschreiten der Gefäßverengungen vorbeugen. Außerdem können diese Medikamente auch einem Herzinfarkt vorbeugen.

Das Notfallspray soll dazu dienen bei einem erneuten Anfall die Herzkranzgefäße schnell zu erweitern und damit die Symptome zu lindern.



Möchte ihr Mann darüber hinaus etwas gegen das Fortschreiten der Erkrankung tun, so sollte sie auf eine gesunde fettarme Ernährung achten. Wenn sie im Internet nach "mediterrane Diät" suchen, finden sie hierzu reichlich Informationen.
Ausreichend Bewegung ist ebenfalls wichtig. Hier sollte er sich nicht überanstrengen, sondern angemessen belasten. Dies können am Anfang auch einfache Spaziergänge in flottem Tempo sein.
Sollte ihr Mann rauchen, so kann man im nur ans Herz legen umbedingt damit aufzuhören. Hierzu gibt es mittlerweile auch kompetente Hilfen die man in Anspruch nehmen kann. Ihr Hausarzt kann sie da sicher beraten.



Ich hoffe ich konnte ihnen etwas weiterhelfen und wünsche ihnen und ihrem Mann alles Gute!
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gesund werden
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 18.01.10, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Piratenbart,

vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
Stimmt - eine richtige Fragestellung war das nicht - aber es schwirrt im Kopf.


Ich möcht mal versuchen es als Frage zu formulieren....was kann ich tun , mein Mann möchte so langsam pö a pö die Medikamente absetzen , da Er das Gefühl hat sie nützen Ihm nichts.Ich glaube man nennt das ausschleichen , wenn Er es ja tut ( denn ich kann Ihn nicht zwingen ) wie sollte Er es machen und worauf sollte ich achten ?

Zitat:

Pentaerythrityltetranitrat 80 mg

die Er Mittags nehmen soll hat Er abgesetzt.

Sie fragen sicher warum will Er sie absetzen - Er hat ab und zu manchmal täglich manchmal nur aller par Tage , die selben Symptome nur leichter - sowie Er es beschreibt hinterm Brustbein, Bronchien.
Ich mach mir Sorgen , Er wird brummig - ich bin aber froh das ich Ihn eben dazu brachte Ihren Beitrag zu lesen.

Manchmal denke ich Er hat Recht und das es nicht das Herz ist sondern es von seiner schiefen Wirbelsäule + HWS kommt , durch den jahrelangen Schiefstand und dort so wie Er mit seiner hochgezogenen Schulter da steht - auch ein eigeklemmmter Nerv ist.
Denn warum schläft sein rechter Arm ein ?
Er war im übrigen auch nicht davon abzuhalten mit mir auf Arbeit zu gehen - ob das jetzt schon gut ist ????

Ich hoffe Sie können mir meine Fragen beantworten mit freundlichen Grüßen
Gesund werden
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wasdl
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Anmeldungsdatum: 20.11.2008
Beiträge: 63
Wohnort: Linnich

BeitragVerfasst am: 18.01.10, 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gesund werden,
ich lese schon seit einiger Zeit mit.Ich bin kein Arzt oder auch keine Schwester oder jemand der grosse Ahnung hat von der Medizin ,aber ich bin ein Betroffener.

Vor ca.10 Jahren hatte ich eine Herzinfakt,den ich zwar merkte,aber keiner stellte ihn fest...ich wurde dann mit Schmerzmittel aus dem Krankenhaus entlassen.
Danach hatte ich immer wieder Probleme mit der Rechten Seite...schmerzen auf dem Rücken,erst im rechten Arm dann nach einigen Jahren im linken Arm und auch hinter dem Ohr.
Zuerst war es nur bei Anstrengung und mit den Jahren auch im Ruhezustand...

Vor zwei Jahren hatte ich eine schwere Erkältung und mein Hausarzt schickte mich zum Röntgen ,weil er vermutete das ich eine Lungenentzündung habe.
Am nächsten Tag als er meine Röntgenbilder sah war er völlig von der Rolle,mein Herz war so gross wie das von einem Spitzensportler...und ich sehe wirklich nicht wie ein Spitzensporter aus.
Naja ,mein HA hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt und dort wurden einige Untersuchungen gemacht...und ich sollte auch eine Kathederuntersuchung machen lassen.

Auch ich fand das übertrieben und wollte das nicht,habe mich gewährt und sagte immer es wäre nicht das Herz sondern mein Rücken ein eingeklemmter Nerv oder sowas...
Als ich eben Ihren Bericht lass kam es mir wie ein Dejayü vor.
Der Oberarzt hat mich dann doch zur Kathederuntersuchung überredet und ab da konnte ich nur noch mit einem Rettungswagen zum anderen Krankenhaus gefahren werden.
Ein paar Tage später wurde ich dann am Herz operiert und habe Bypässen bekommen.
Ich hatte eine komplette Hauptstammstenose.

Ich will damit nicht sagen das ihr Mann das auch hat ,aber ich möchte damit nur sagen es wäre möglich und er soll auf keinen Fall die Medis absetzen die ihm sein Arzt verschrieben hat...die Ärzte wissen genau was sie machen und würde bestimmt keine Medikamente verschreiben die Ihr Mann nicht braucht..

Gute Besser !!!

Mfg wasdl
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Ana5
Interessierter



Anmeldungsdatum: 14.01.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 18.01.10, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, eine gute Alternative für solche Fälle wäre vielleicht, sich ein mobiles EKG Gerä zu holen, z.B. wie dieses hier . Dieses habe ich von einem Kollegen von mir empfohlen bekommen, der das für seinen Vater gekauft hat. Das ist praktisch ein mobiles EKG Gerät, das direkt mit einem Arzt verbunden ist, der den Gesundheitstatus und die Herzfrequenz ständig überwacht und auf Unregelmässigkeiten kontrolliert. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht bei jeder Unregelmässigkeit zum Arzt gehen muss und einfach viel mobiler ist. Ich denke, es lohnt sich, das einmal auszuprobieren. Viel Erfolg!
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Piratenbart
DMF-Mitglied



Anmeldungsdatum: 20.03.2008
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 18.01.10, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gesund werden,

ich glaube ihr Mann sollte seinen Gesundheitszustand und die Signale seines Körpers etwas ernster nehmen. Dieses mal ist der Anfall zwar gut vorübergangen, es kann aber auch anders ausgehen.

Deshalb kann ich nur eindringlich darauf hinweisen keine Medikamente ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abzusetzen. Wenn er Probleme mit der Medikamentation hat oder Nebenwirkungen auftreten, sollte er sich an seinen Arzt wenden und das ganze mit ihm besprechen.

Im Übrigen hat man einen Großteil der Medikamente nicht verordnet, damit ihr Mann sich damit besser fühlt, sondern um einem Fortschreiten seiner Erkrankung vorzubeugen. Inbesondere ASS, Clopidogrel, Fluvastatin und Hydrochlorothiazid+Ramipril sind hierfür gedacht. Dies ist auch keine Akutmedikation sondern sollte langfristig beibehalten werden.


Wurde mittlerweile die Kathetheruntersuchung gemacht?

Es kann auch gut sein, dass ihr Mann zusätzlich eine Problematik hat die von seiner Wirbelsäule kommt. Insofern ist eine orthopädische Untersuchung sicher sinnvoll.
Zusätzlich liegt aber mit großer Sicherheit auch das Herzproblem vor.


Wenn sie weitere Fragen haben scheuen sie sich nicht erneut zu fragen.

Gruß piratenbart


P.S. Ein Gerät wie von Ana5 empfohlen halte ich nicht für sinnvoll.[/u]
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jaeckel
Administrator



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 4583
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 18.01.10, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Teilweise sehr sinnvoll, siehe z.B.dort findet man viele Beispiele.
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: 19.01.10, 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

Piratenbart - bei mir laufen Sie offenen Türen ein.....

Zitat:
Wenn er Probleme mit der Medikamentation hat oder Nebenwirkungen auftreten, sollte er sich an seinen Arzt wenden und das ganze mit ihm besprechen.


Das hat Er ja gemacht , aber wenn der HA nicht darauf reagiert - was tun ?
Dieser sagte nur , nehmen Sie die erst mal bis zu Ende dann sehen wir weiter.

Zitat:

Im Übrigen hat man einen Großteil der Medikamente nicht verordnet, damit ihr Mann sich damit besser fühlt


Wie verstehe ich das ? Soll seine Lebensqualität nicht besser werden und die Symptome auch nicht ?

Zitat:
Wurde mittlerweile die Kathetheruntersuchung gemacht ?


Nein , da hat Er immer noch Angst.

Zitat:
Zusätzlich liegt aber mit großer Sicherheit auch das Herzproblem vor.


Wenn ich fragen darf , bitte nicht falschverstehen....woran machen Sie das fest ? Ich frage als Unwissender- wenn denn alle Untersuchungen nichts ergeben haben ?

Übrigens warten wir immer noch auf diesen sogenannten großen Brief vom Krankenhaus.

Ich hoffe man kann mich verstehen , aber ich muss so fragen - wieso hat Er dann immer noch...meine Frage..
Zitat:
Sie fragen sicher warum will Er sie absetzen - Er hat ab und zu manchmal täglich manchmal nur aller par Tage , die selben Symptome nur leichter - sowie Er es beschreibt hinterm Brustbein, Bronchien. ?


Warum gehen die nicht weg ?

Meine Frage...
Zitat:
Er war im übrigen auch nicht davon abzuhalten mit mir auf Arbeit zu gehen - ob das jetzt schon gut ist ????



Zitat:

Wenn sie weitere Fragen haben scheuen sie sich nicht erneut zu fragen.


Ich nehme Ihr Angebot gerne in Anspruch - Dankeschön.


Hallo Wasdl,

Danke für Ihre Zeilen - denn da fällt mir noch was ein als ich mit der Ärztin Sprach.

Sie sagte zu mir , Ihr man sagte mir Er hatte vor 3 Wochen , also als Er ins Krankenhaus kam eine Erkältung.
Daraufhin sagte Sie mir , so kann das auch mit der Erkältung zusammen hängen.
Wenn Sie das jetzt nicht geschrieben hätten wäre das untergegangen .

Könnte das heißen, Er hätte eine Entzündung gehabt und die hat sich so geäußert ?

Ach Fragen über Fragen , aber ich danke sehr das Sie mir helfen ein wenig durch zu blicken !

Vielen Dank
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